Engagierte Frauen haben am 22. November in der Hamburger Innenstadt auf die anhaltende Entgeltdiskriminierung von durchschnittlich 22% in Deutschland verwiesen. In kaum einem anderen EU-Land ist das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen so groß wie hierzulande. Oft ist Entgeltdiskriminierung nicht auf den ersten Blick erkennbar. Betriebliche Zulagensysteme, die zwar nicht explizit aber faktisch Frauenarbeitsplätze aussparen, wirken genauso fatal wie Einstufungskriterien, die öfter von Männern erfüllt werden. Kriterien wie Dauer der Betriebszugehörigkeit oder durchgängige Erwerbsbiografien können für Frauen mit Kindern zum Nachteil bei der Eingruppierung werden.
Auf diesen und andere Missstände machten die GewerkschfterInnen aufmerksam. Eine Bodenzeitung wurde ausgegeben und selbstgestaltete T-Shirts, auf denen der Lohn für Männer und Frauen abgebildet war, verdeutlichten die Lohnunterschiede. Die 78 €-Scheine bezogen PassantInnen ins Gespräch und damit in die Aktion ein, sie trafen auf großes Interesse und Zuspruch. Die Presse hat über die Aktion zur besten Sendezeit berichtet. Schauen Sie doch mal in der Bildergalerie vorbei, die schöne Eindrücke vermittelt.
Weitere Infos bei Lisanne Straka unter Tel.(0385) 6383 - 206 oder lisanne.straka@dgb.de oder bei Petra Heese (DGB Hamburg) unter 040 - 28 58 242 oder Petra.Heese@dgb.de