"FRAUEN BESTIMMT" heißt das Motto des Internationalen Frauentages 2009. Dieser Newsletter informiert Sie über Veranstaltungen rund um den 08. März 2009 und zu aktuellen Meldungen und Publikationen im Bereich Frauen- und Gleichstellungspolitik.
Auf uns kommt es an
Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende
90 Jahre Frauenwahlrecht, 60 Jahre Gleichstellungsartikel im Grundgesetz, 50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz – einige Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung liegen bereits hinter uns. Wir haben viel erreicht und trotzdem: Echte Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sieht anders aus. Das wollen wir auch im Wahljahr deutlich machen.
FRAUEN BESTIMMT: Zum vollständigen Aufruf (PDF 964 KB) ...
Auftakt und Resumée zugleich bilden die Schwerpunkte dieser Sonderausgabe des Infobriefes "Frau geht vor". Die DGB-Frauen informieren über die zentralen Themen und frauenpolitischen Forderungen für das Superwahljahr 2009. "FRAUEN BESTIMMT" heißt dieses Jahr die Devise. Ein Rückblick auf das letzte Jahr zieht Bilanz zur erfolgreichen Initiative "ICH BIN MEHR WERT"!
Im Rahmen der aktuellen DGB-Kampagne zur Alterssicherung "Zum Leben. Zu wenig." steht ein Flugblatt mit dem Titel "Rente: Da ist mehr drin - erst recht für Frauen" zur Verfügung, das die gleichstellungspolitischen Forderungen auf den Punkt bringt
IGB: Lohngefälle größer als bisher angenommen
Der Bericht "(Un)Gleichheit der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt" des Internationalen Gewerkschaftsbundes hat ergeben, dass das globale geschlechtsspezifische Lohngefälle mit bis zu 22 Prozent deutlich größer ist als bisher angenommen. Besser ausgebildete Frauen haben danach unter einem größeren Lohngefälle zu leiden, wenn man ihre Einkünfte mit denen der Männer mit einem vergleichbaren Bildungsstand vergleicht. Dieses Lohngefälle nimmt mit dem Alter noch zu. Die wirtschaftliche Krise werde sich laut IGB voraussichtlich negativ auf die Stellung der Frau auf dem Arbeitsmarkt auswirken. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft hingegen "wirkt sich positiv auf Lohngleichheit aus", stellt der IGB grundsätzlich fest.
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EU-Kommissar fordert Entgeltgleichheit
Zum Start der EU-Kampagne gegen das "Gender Pay Gap" forderte Sozialkommissar Vladimír Spidla diese "Lücke" bei der Entlohnung von Frauen zu schließen. "Wir können die Wirtschaftskrise nur bewältigen, wenn wir das Potenzial aller Bürgerinnen und Bürger nutzen". Die Angleichung der Löhne von Männern und Frauen hält er daher für ein ebenso moralisches wie ökonomisches Gebot. Bisher ist die Lohnkluft zwischen Männern und Frauen in der Bundesrepublik mit 23 Prozent rund 6 Prozent größer als der europäische Durchschnitt.
Weiterführende Informationen und Links ...
DIW-Studie: Wer zu Hause viel schuftet, verdient auf Arbeit weniger
Hausarbeit ist ein Karrierekiller für Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschafsforschung. Die Autorin Silke Anger kommt zu dem Schluss, dass Hausarbeit einen nicht unerheblichen Grund für die Lohnungleichheit von Männern und Frauen darstellt.
Auch zum diesjährigen Equal Pay Day - dem Tag für gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit - am 20. März werden an vielen Orten in der Bundesrepublik Aktionen stattfinden, um öffentlichkeitswirksam auf die bestehende EntgeltUNgleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam zu machen. Dieses Lohngefälle beträgt hierzulande aktuell 23 Prozent, in Führungsebenen sind es mehr als 30 Prozent. Der Equal Pay Day wird von einem breiten Aktionsbündnis getragen, in dem der Deutsche Frauenrat (und darüber auch der DGB), die BDA, der Verband der Unternehmerinnen und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Gleichstellungsbeauftragter vertreten sind.
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Dieser Newsletter ist ein Service DGB-Bereiches Frauen- und Gleichstellungspolitik. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Herausgeber ist der Deutsche Gewerkschaftsbund, Bundesvorstand, Bereich Gleichstellungs- und Frauenpolitik, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin. Internet: www.dgb.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Claudia Menne.