Statements und Publikationen zum Thema "Frauen und Krise"

Frau und Mann

Die Verwerfungen an den Finanzmärkten und die Wirtschaftskrise, die diesen folgte, beschäftigen uns nun seit Monaten. Aber wie wirken sie sich aus - auf die Geschlechter und ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt?

Täglich werden Statements, Zeitungsartikel und Positionspapiere auch über die unterschiedliche Betroffenheit von Männern und Frauen im wirtschaftlichen Abschwung veröffentlicht. Betrachtet man statistische Zahlen, dann trifft die Krise erwerbstätige Männer hart und vor allem härter als erwerbstätige Frauen.

 

Wir DGB-Frauen sagen jedoch: auch wenn der Abschwung die Zahl der Männer, die ihren Job verlieren, gegenwärtig stark steigen lässt, wird die Krise auch deutlich Einfluss auf erwerbstätige Frauen haben. Es reicht nicht aus, reine Zahlen zu analysieren. Denn die unterschiedliche Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt ist vor allem qualitativer und struktureller Natur.

In einem aktuellen newsletter wurde eine Übersicht über verschiedene Publikationen zu 'Frauen in der Krise' und der Frage, 'Ist die Krise männlich?' zusammengetragen:

 

 

Ist die Krise männlich? - zwei aktuelle Beiträge

Der DGB hat ein neues Portal gestartet, auf dem mit Blick auf die globale Krise viele Diskussionen vertieft werden sollen. Auf der neuen Seite "Diskurs. Die DGB Debatte" griff Dr. Alexandra Scheele in ihrem Beitrag die Frage auf:  "Ist die Krise männlich?" Die neue Plattform als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gewerkschaften lässt auch WissenschaftlerInnen und FunktionärInnen, Betriebs- und PersonalrätInnen und JournalistInnen zu Wort kommen. So hat Claudia Menne diesen Beitrag kommentiert.  Die neue Website "diskurs" finden Sie hier ...

 

 

Frauen in der Krise - Thesen & Fakten

Unter dem Titel "Frauen in der Krise" hat der Bereich Gleichstellungs- und Frauenpolitik des DGB eine Übersicht erstellt. Darin werden Thesen zur Situation erwerbstätiger Frauen in der aktuellen Krise entwickelt und durch eine Zusammenstellung wichtiger Beschäftigungszahlen ergänzt. Die Übersicht ist ein aktueller Diskussionbeitrag und bietet insbesondere wichtige Daten und Fakten zu Frauen auf dem Arbeitsmarkt, da ein Blick auf die Verschränkung verschiedener prekärer Zustände wie die Entgeltdifferenz, unterschiedliche Arbeitszeiten und die Thematik Niedriglohn und Frauen aus gleichstellungspolitischer Perspektive absolut notwenig ist. Denn bereits weit vor der Krise bestanden erhebliche Differenzen zwischen Frauen und Männern bezüglich ihrer Teilhabe am Arbeitsmarkt.


Beiträge aus den Gewerkschaften

Eine aktuelle "Handlungshilfe für eine geschlechtergerechte Krisenbewältigung" hat die IG Metall, der Fachbereich Frauen- und Gleichstellungspoltik, veröffentlicht. Darin werden insbesondere konjunkturpolitische Maßnahmen unter die geschlechterrelevante Lupe genommen und betriebliche Fragen und Handlungsoptionen mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung von Frauen und Männern, gezielt für die Metall- und Elektroindustrie, aufgezeigt und diskutiert. Ein weiteres Kapitel widmet sich der Frage der Auswirkungen der Krise auf die Sozialversicherung.


Neues aus der EU

Auch wenn sich der Focus der Debatten in Deutschland stark auf die nationalen Dimensionen und Auswirkungen der Krise bezieht, ist diese unbestritten global. Ein Blick in die EU zeigt: auch die Europäische Union und der Europäische Gewerkschaftsbund, dieser konkret im Mai 2009, haben sich positioniert.
Internationale ExpertInnen debatieren auf Veranstaltungen, in Stellungsnahmen und Netzwerken die Aspekte "Frauen in der globalen Krise". Eine kurze Übersicht wichtiger Positionen, beispielhaft für den Diskussionsprozess in Europa, findet sich hier.

Positionspapier des Beirates zur Gleichstellung von Frauen und Männern der EU-Kommission
Pariser Deklaration des EGB
Pressemitteilung der European Platform of Women Scientists (epws)

 

 

"Abgewrackt. Weltwirtschaft in der Krise"

Unter dem Titel "Abgewrackt. Weltwirtschaft in der Krise" hat auch der Deutsche Frauenrat in seinem aktuellen Heft (03/2009) verschiedene Aspekte aufgegriffen. Das Intro bietet feministische Anmerkungen zur Finanzkrise, weitere Themenbeiträge verfolgen u.a. die Frage, wer den Preis für unsere Zinsen zahlt. Lesen Sie hier weiter ...

 

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Gender-Index Deutschland - eine Landkarte der Gleichstellung

 

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